in der Theorie:
Das Elektropolieren ist ein elektrochemisches Verfahren. Die zu polierende oder
entgrätende Ware wird in einem speziell zusammengesetzten Polierbad einige Minuten als
Anode geschaltet elektrolysiert. Hierbei wird Metall abgetragen und durch die
Zusammensetzung der Polierflüssigkeit und Wahl der richtigen Stromdichte kommt eine
Einebnung und Glanzwirkung zustande.
Eine Feinentgratung und Polierung kann meist alsim gleichen Bad erreicht werden, oft auch
eine Entzunderung.
und die Praxis:
Die Werkstücke werden auf Gestelle gesteckt, ähnlich wie beim Galvanisieren. Die auf
Gestellen befestigten Werkstücke werden in das Elektropolierbad eingehängt. Die
Verweilzeit im Bad richtet sich nach Werkstoff, Art und Oberfläche der eingesetzten
Werkstücke. Anschließend wird die aus dem Polierbad entnommene Ware durch Spülen von
dem anhaftenden Polierelektrolyten befreit. Dies kann durch Standspülen in einer oder in
mehreren Spülwannen und einer darauf folgenden Klarwasserspülung durchgeführt werden.
Wir empfehlen als minimum zwei Spülwannen oder eine Doppelspülwanne.
Bei kompliziert geformten Teilen kann bei Bedarf die Ware in einem
alkalischen Neutralisationsbad neutralisiert werden, dies kann in einem zusätzlichen
Spülbad erfolgen.
Die
Bedienung erfordert keine Fachkenntnisse, wenig Wartung. Unser Verfahren ist zuverlässig,
ungefährlich (nicht explosiv oder feuergefährlich) und ohne Geruchsbelästigung, deshalb
meist ohne Absaugung eingesetzt. Wirtschaftlich in bezug auf Elektrolythaltbarkeit
Verbrauch und Abwasserbehandlung. |